Schweizerischer Verein für die deutsche Sprache  

Schweizerischer verein für die deutsche sprache

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Einladung zur mitgliederversammlung 2004

samstag, 12. juni 2004, Schaffhausen

hotel Kronenhof, Kirchhofplatz, 8200 Schaffhausen

  • 10.45 uhr mitgliederversammlung, hotel Kronenhof, saal 1. stock
  • 12.00 uhr gemeinsames mittagessen
  • 13.30 uhr «Hin und her in der deutschen rechtschreibung»; prof. dr. Peter Gallmann, sprachwissenschafter
  • Prof. Gallmann, gebürtiger schaffhauser, ist inhaber des lehrstuhls für deutsche sprache der gegenwart (grammatik) an der Friedrich-Schiller-universität in Jena (D). Peter Gallmann hat die arbeit an der rechtschreibreform seit 1986 als experte in nationalen und internationalen arbeitsgruppen massgeblich mitgeprägt. Als einer der drei schweizer experten der zwischenstaatlichen kommission für die deutsche rechtschreibung berichtet er regelmässig über die akzeptanz der neuen regeln in der bevölkerung und in den schulen.

    Die neue deutsche rechtschreibung soll am 1. august 2005 definitiv in kraft treten. Was sind die bisherigen erfahrungen mit der neuregelung? In welchen bereichen werden allenfalls anpassungen vorgenommen? Wird in einzelfällen sogar zurückbuchstabiert? Diese und viele andere fragen wird uns Peter Gallmann aus erster hand beantworten.

  • ca. 14.45 uhr führung durch die stadt Schaffhausen
  • Während einer einstündigen führung werden wir die altstadt von Schaffhausen zwischen kloster Allerheiligen und Rhein mit ihren historischen barockhäusern und erkern näher kennen lernen.

  • ca. 15.45 uhr abschluss der tagung.
 

Peter Gallmann hofft, daß die jetzigen Änderungen die Reformbereitschaft erhöhen könnten. Nun sei die Chance zu erkennen, „daß Orthographie kein Naturgesetz ist“. Gallmann meint, spätestens 2001, wenn die neuen Regeln verbindlich sind, könne die Diskussion über eine weitere Reform losgehen. Christina Schweighofer, Die Presse, 26. 11. 1994

Klar — ein grosser wurf war die neue rechtschreibung nicht. Das wäre sie nur geworden, wenn wir die grossschreibung der nomen (hauptwörter) abgeschafft hätten, also wie im englischen oder im französischen nur noch satzanfänge und wirkliche eigennamen grossgeschrieben hätten. Die politiker vor allem Deutschlands fanden in den 90er-jahren, dass die kleinschreibung politisch nicht durchsetzbar wäre. Der lärm, den die jetzige, bescheidenere reform verursacht hat, hätte aber auch bei einführung der kleinschreibung kaum mehr gesteigert werden können. Vielleicht hat die nächste generation von politikern mehr mut — es muss ja nicht noch einmal hundert jahre dauern bis zur nächsten anpassung der rechtschreibung. Peter Gallmann, Tages-Anzeiger, 28. 9. 2000

Testseite von Rolf Landolt, landolt@sprache.org, www.sprache.org/landolt

Bund für vereinfachte rechtschreibung